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DVD „Der Geist der Biker”
Die abenteuerliche Reise eines Dresdner Motorradclubs durch das Herz Russlands. Ein Film über den universellen Geist der Biker.
» witzig, schrill, ironisch und intelligent.. « MOTORRAD
» Ein echter (Noch)-Geheimtipp! « MotorradABENTEUER
Sammler-Edition im hochwertigen Digipak · 63 Minuten + 40 Minuten Bonusmaterial · Kommentartrack des Filmemachers · in Deutsch, Russisch und Englisch
DVD Motorradfilm
10,98 €
inkl. MwSt
Download: DVD „Der Geist der Biker”
Die abenteuerliche Reise eines Dresdner Motorradclubs durch das Herz Russlands. Ein Film über den universellen Geist der Biker.
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High Speed-Download der DVD (deutsch) - inklusive Kommentartrack und 40 min. Extras. Kopieren, Aufführen und Remixen erwünscht!
Download Bikers Soul
5,00 €
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Download: DVD „Route 66”
104 min · 5.1 Sound in deutsch und englisch · Kommentarspur · PAL

High Speed-Download des originalen, ausverkauften DVD-Image (mit Kommentartrack). Selbstverständlich darfst Du die DVD kopieren, aufführen, weitergeben oder verändern - auch zu kommerziellen Zwecken. Nutze den freien VLC Player zum Abspielen oder brenne die DVD.
Download Route 66
5,00 €
inkl. MwSt

Buch „Route 66”
Drei Jungs auf einem Road Trip durch die Klischees der amerikanischen Kultur – in einem 74er Cadillac V8. 4000 Meilen durch Klein- und Großstädte, Wüsten und Canyons, über Pisten und Interstates.
Das Buch zum Film. 108 Seiten
» Sobald du Grün siehst, stemmst du das Gaspedal in den Filzteppich, die Reifen pfeifen kurz, krallen sich in den Belag, dann drückt es dich in den weichen Sitz, das Handschuhfach fliegt auf, der Motor schreit dich an und deine Gegner verschwinden in einer Wolke aus Benzin, Öl und verdampfendem Gummi. Den acht Litern Hubraum ist kein Japaner gewachsen. «
DVD Route 66
9,98 €
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DVD „Geist der Biker”
DVD-Download „Geist der Biker”
DVD-Download „Route 66”
Buch „Route 66”

Blut und Pflanzen in Bolivien

Diese Story sollte eigentlich in meiner monatlichen Tourenfahrer-Glosse erscheinen - wird sie aber nicht, weil sie zu krass ist. Dabei hatte ich sie schon entschärft. Die unzensierte Version wird in meinem Buch »Das Gegenteil von Staat - Geschichten über Outlaws« abgedruckt, voraussichtlich Ende des Jahres.


Illustration (cc by) Stefan Kluge, Francesco Rachello


Was ein Washingtoner Drogendealer mit Frieden und Wohlstand in den Anden zu tun hat.

Die übliche Art Meskalin zu schmuggeln ist jedenfalls nicht in einem 100 Liter Müllsack auf der Sitzbank einer XT 500. Zumindest nicht in Europa, aber vielleicht in La Paz. Seit einer Woche hingen wir hier fest - ein halbes Dutzen Backpacker und ein Bikerpärchen aus Washington. Die deutsche Botschaft hatte gerade begonnen die Touristen mit Militärhubschraubern auszufliegen. 26 waren schon draußen, 83 warteten noch. Das meldete AFP am Nachmittag - mich nicht mitgezählt, denn ich hatte nicht vor, schon zu gehen. Jedenfalls nicht bevor mir vor dem Hostal eine Australierin in die Arme lief: “Wenn Du die Stadt verlassen willst, werden sie Dich töten! Alle Busse kamen mit eingeschlagenen Scheiben zurück.“ De Lozada, der Präsident, musste wie ein verprügelter Hund aus dem Land fliehen und saß bereits im Flieger nach Miami. Auch wir kuckten uns den Wahnsinn von oben an, nämlich von der Dachterasse unserer Herberge.

Ein Berliner Rasta-Mädchen ließ einen Joint kreisen und fuhr mit ihrer Geschichte fort: „Wir haben nach ‚polvo de San Pedro’ gefragt. Du musst das Pulver verlangen! Wenn sie kein Pulver haben: Zur Not tut es auch ein Kaktus, aber das Pulver macht es einfacher und du bekommst es gleich in der richtigen Dosierung.“ Neben ihr saß ein Typ im Schafsfell-Umhang und unterbrach sie: „Zumindest dachten wir, es wäre die richtige Dosierung“. An der Trommel zwischen seinen Beinen klebte ein „Pro Palästina“-Sticker, was den Israeli neben mir nicht zu stören schien. Der war mit seiner Kamera beschäftigt. Olga, die Rasta-Braut, fuhr fort: „Das Pulver rührst du in einen Tee ein und den trinkst du, bevor das Zeug fest wird. Und dann musst du nur noch warten.“ Der Schäfer hörte auf zu trommeln und nahm den Joint entgegen: „Es war total strange! Mein Mutterschiff hat angefangen zu leben!” Mit Mutterschiff meinte er sein Zelt und dann wurde er noch blumiger: “Die Wände haben geatmet. Oder pulsiert! Da ist alles innerlich zerflossen! Irgendwie riss das Feuer dann sein Maul auf und fraß mein Zelt. Ab da kann ich mich nicht mehr erinnern.“ „Ich leider auch nicht“, ergänzte Olga. „Aber an den nächsten Morgen!“ fuhr der Schäfer fort. „Mein Zelt war abgebrannt. Und meine Sachen. Sogar mein Lama-Pullover. Und den hatte ich an!“ Er zog sein Schafsfell beiseite und zeigte eine fiese Brandwunde. Ein Licht blitzte auf - der Israeli hatte prompt ein Foto geschossen.

Als wir mit Lachen fertig waren, hörten wir in der Dunkelheit Knaller hochgehen. Oder wahrscheinlich waren es Schüsse, schließlich war ja Bürgerkrieg. Am nächsten Tag saß ich als Sozius auf dem Bike des Washingtoners, der sich als kleingewerblicher Drogendealer entpuppt hatte. Wir waren auf dem Weg nach Coroico. Dort sollte es rauhe Mengen San Pedro geben, das war der Meskalin-Kaktus, dem der Schäfer seine Brandwunde verdankte und den wollten wir jetzt alle mal testen. La Paz liegt auf 4000 Meter Höhe, in einem Krater, auf dem Anden-Hochplateau. Wenn man aus Peru kommt, fährt man stundenlang auf dieser Hochebene, aus der ein paar der schönsten Sechstausender ragen. Und dann gelangt man an den Rand des Kraters, der 1000 Meter nach unten geht und zwei Millionen Menschen fasst. Es gibt nicht viele Orte wie diesen auf der Welt. Als wir in die Stadt fuhren brodelte es schon an den Rändern. Überall standen ausgebrannte Autowracks und vermummte Typen liefen wild durcheinander. Dann wurde mir auch noch mein Pass geklaut. Aber was solls, dachte ich, hier kommst du so schnell sowieso nicht raus, denn hinter uns hatten die Aufständischen die Stadt verriegelt. Es gab nur noch eine befahrbare Straße, die Camino de la Muerte. Zu Deutsch heißt das “Straße des Todes” und auf der standen wir gerade. Rechts neben uns ging es 500 Meter nach unten, senkrecht und ohne Leitplanke. Links neben uns schob sich ein 40-Tonner vorbei und kratzte dabei mit der kompletten Flanke am Felsen, weil die ganze scheiß Piste nur 3 Meter breit war. Alle paar Kilometer steckte ein Kreuz am Wegrand und wir hatten noch 4 Stunden Fahrt vor uns.

Wir kamen zitternd am Ziel an, aber es sollte uns bald wieder blendend gehen, denn ein weißer Geschäftsmann, der sich gerade ein Taxi gerufen hatte, hörte mich fluchen und lud uns sofort zu sich nach Hause ein. “Habt keine Angst, Jungs”, sagte er, als wir seine Villa betraten, “Es gibt eine bombensichere Methode, dieser verrückten Gewalt zu entkommen.” und zeigte auf ein Kinderlaufrad. “Aber es dauert eine Weile!” Wir standen auf einer Glasveranda. Weiter unten am Berghang stieg Dampf aus seinem Pool auf, der von innen leuchtete. Der Mann war mit Spekulationen reich geworden. Er kam gerade aus Uruguay, von der Residenz eines befreundeten Spekulanten. Der hatte “Crisis Investing” geschrieben, ein Bestseller in den 80ern. Die These war: je stärker Regierungen die Märkte regulieren, desto größer die Nebenwirkungen - zum Nachteil der Produktiven und Investoren, aber zum Vorteil der Spekulanten. Wenn jeder Hanswurst nach Regulierung schreit, haben Spekulanten also gute Karten. Ein Kleinkind fing hinter uns an zu jammern und die bolivianische Frau des Mannes verschwand im Haus. “Genau genommen wird es noch mindestens zwei Generationen dauern, bis zur friedlichen Zivilisation, aber ich habe großes Vertrauen in euch.” sagte er und zog einen Zweig Gestrüpp aus dem Kinderrad. ”Wer die Gewalt beenden will, hat nur eine Möglichkeit: seine Kinder gewaltfrei erziehen. Wenn ihr euren Kids das Schlagen nie beibringt, dann knüppeln die auch später nicht auf Kommando in der Gegend rum. Ihr wurdet ja bereits so erzogen, deswegen seid ihr auf dem Motorrad gekommen und nicht im Panzer. Eure Kinder werden noch einen Schritt weiter gehen.” Mein Washingtoner Gefährte wurde neugierig. “Eure Kinder werden nicht nur selbst nicht mehr im Panzer kommen, sie werden sich sogar weigern, die Panzer zu bezahlen, mit denen dann andere kommen.”

“Keine Sorge”, sagte der Washingtoner Dealer, “an meinen Geschäften klebt garantiert kein Blut. Ich kaufe und verkaufe unversteuert. Kein Cent davon landet bei der Army.” Der Spekulant nickte. “Genaugenommen sind wir hier, um bestimmte Kakteen zu kaufen.” Unser Gastgeber wusste bescheid und stellte uns am nächsten Morgen einem Bauern vor. Ein freundlicher kleiner Kerl, mit einer Horde lachender Kinder im Garten, die neben einer Hecke aus Kakteen herumtanzten. Offensichtlich waren das die San Pedros und der Bauer hatte auch gleich eine Machete zur Hand. Unser Geld drückte er seiner Frau in die Hand und ohne dass ein Schuss gefallen wäre verließen zwei zivilisierte Gringos einen zufriedenen bolivianischen Bauern mit einem 100 Liter Müllsack voller einheimischer Vegetation.

May
27

gefällt mir. wusste noch gar nichts von dem Buch.

Submitted by Anonymous on Sun, 27/05/2012 - 13:24.
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Das Feedback auf unseren Release von Route 66 als ersten deutschen Open Source Film im Dezember 2004 hat VEB FILM Leipzig gekickstartet.
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Spende für „Route 66”
Route 66 haben wir als ersten deutschen Open Source Film zum freien Download und Remix veröffentlicht, während die Major-Labels nach wie vor mit Beschimpfungen, Abmahnungen und nervenden Kopierschutztechniken um sich wüteten. Die Spenden der loyalen Zuschauer und freiheitsliebenden Netzgemeinde haben uns motiviert einen zweiten Open Source Film zu produzieren, in den wir seit 2004 jeden Cent und alle Energie gesteckt haben, um das Open Source Filmemachen auf ein neues Level zu heben, in der Hoffnung damit auch anderen Filmemachern zu zeigen, dass es auch anders geht.